Stadtkino Trostberg

Heinrich-Braun-Straße 1

83308 Trostberg

08621-508 46 32

 

Das Programmkino im

Landkreis Traunstein

Entfernungen

von Trostberg nach:

Waging ca. 19 km

Seebruck ca. 15 km 

Seeon ca. 11 km 

Garching ca. 12 km 

Traunstein ca. 22 km

Schaitsee ca. 17 Km

Truchtlaching ca. 13 km

Das Kino in Trostberg

Heute ist der 18.01.2018

Weit - Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Deutschland 2017, Dokumentation, 130 min, ohne Altersbeschr.
Regie: Patrick Allgaier, Gwendoline Weisser
Zu zweit zogen Patrick und Gwen im Frühling 2013 von Freiburg gen Osten los, um dreieinhalb Jahre und 97.000 Kilometer später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen und mit einem kleinen Budget in der Tasche erkundeten sie die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet. Im Mittelpunkt der Reise standen dabei immer die unmittelbare Nähe zu den Menschen und der Natur. Gwen und Patrick bereisten per Anhalter Länder wie Tadschikistan, Georgien, Iran, Pakistan, China und die Mongolei. Von Japan ging es mit einem Frachtschiff nach Mexiko. Nach der Geburt von Sohn Bruno fuhren sie mit einem alten VW-Bus durch Mittelamerika.

Als sie im Frühjahr 2016 nach einer Schiffspassage von Costa Rica nach Spanien wieder europäischen Boden unter den Füßen spürten, haben sie die Weltumrundung mit einem 1200 Kilometer Fußmarsch bis vor die Haustüre in Freiburg vollendet.


Maudie

Irland/Kanada 2016, Spielfilm, 116min., ab 12 Jahre
Regie: Aisling Walsh, mit Sally Hawkins, Ethan Hawke, Kari Matchett
Kanada, 1930er Jahre. Everett Lewis (Ethan Hawke) lebt als Hausierer zurückgezogen an der Ostküste. Gegen die Einsamkeit und für etwas Ordnung in seiner kleinen Kate entscheidet er sich, eine Haushälterin zu engagieren. Aber auf seine Annonce meldet sich einzig Maud Dowley (Sally Hawkins). Als Kind an rheumatischer Arthritis erkrankt, ist sie sehr zierlich, humpelt und ihre Hände sind verkrüppelt. Maud hat nur einen Wunsch, sie will weg von der Familie, die ihr nichts zutraut. Und sie will malen. Die ersten Ölfarben bekommt sie von Everett geschenkt. Da hat er längst erkannt, dass Maud als Haushälterin nichts taugt. Statt zu putzen, bemalt sie lieber Stück für Stück das ganze Haus mit farbenfrohen Bildern. Doch trotz alledem, oder gerade deswegen, empfindet Everett mehr und mehr für Maud, auch wenn Liebe und zarte Gefühle bisher in seinem Leben nicht vorkamen.

MAUDIE erzählt die wahre und sehr berührende Geschichte von Everett und Maud, die beide vom Leben nie begünstigt wurden, aber durch ihre Liebe füreinander das größte Glück fanden. Noch in den letzten Jahren ihres Lebens erlebte Maud Lewis ihren Durchbruch als Folk Art Künstlerin. Ihre Gemälde hängen heute in zahlreichen Kunstsammlungen weltweit.

Paddington 2

Großbritannien/Frankreich 2017, Komödie, o.A.
Regie: Paul King, mit Brendan Gleeson, Sally Hawking, Hugh Grant
Der liebenswerte Bär Paddington mit Schlapphut und Dufflecoat hat nicht nur bei Familie Brown ein Zuhause gefunden, er ist auch in der Nachbarschaft ein geschätztes Mitglied: Höflich, zuvorkommend und immer fröhlich - außerdem lieben alle seine Marmeladenbrote, ohne die er nie das Haus verlässt. Als der 100. Geburtstag von Tante Lucy ansteht, sucht Paddington nach einem geeigneten Geschenk. Fündig wird er im Antiquitäten-Laden des liebenswerten Mr. Gruber, das allerlei Schätze birgt: Ein einzigartiges Pop-up-Bilderbuch hat es Paddington angetan. Allerdings muss der kleine, tollpatschige Bär dafür ein paar Nebenjobs antreten - das Chaos ist vorprogrammiert. Und dann wird das Buch auch noch gestohlen! Paddington und die Browns folgen den Spuren des Diebs, der ein Meister der Verkleidung zu sein scheint...


Flitzer - Manchmal muss man mutig sein

CH 2017, Komödie, 98 Minuten, ohne Altersbeschränkung
Regie: Peter Luisi, mit Beat Schlatter, Doro Müggler
Der alleinerziehende Deutschlehrer Balz ist ein Loser und verspielt auch noch das Geld für den Schulsportplatz. Um es zurück zu bekommen, kommen er und sein Friseur-Kumpel auf die Schnapsidee als Flitzer bei Sportwetten groß ab zu sahnen. Dann verliebt sich Balz auch noch in die Polizistin, die auf ihn und seine Truppe angesetzt ist.
Sympathische, verschmitzte Komödie, die sich lose an Gottfried Kellers Erzählung "Kleider machen Leute" orientiert, von Regisseur Peter Luisi und Beat Schlatter, der am Drehbuch mitwirkte und die Hauptrolle spielt. Schweizer Spaß, in dem Flitzen zum Geschäftsmodell wird.

 

The Big Sick

USA 2017, Komödie/Drama, 120min.,  Ab 6 Jahren
Regie: Michael Showalter, mit Kumail Najiani, Zoe Kazan
Komödie um die Beziehung eines aus Pakistan stammenden Comedian und einer US-Studentin, die auf die Probe gestellt wird, als sie schwer erkrankt. Michael Showalters von Komödienkönig Judd Apatow produzierter Film gehörte zu den meist gehypten Titel des Sundance Festival 2017 und basiert auf der realen Beziehung von Hauptdarsteller und Kodrehbuchautor Kumail Nanjiani.

 

Burg Schreckenstein 2

Deutschland 2017, Komödie, o.A., ohne Altersbeschränkung
Regie: Ralf Huettner, mit Maurizio Magno, Chieloka Nwokolo
Es ist soweit: Teil 2 der erfolgreichen Buchverfilmung kommt in die Kinos
Burg Schreckenstein und Schloss Rosenfels überbieten sich bei den alljährlichen Wettkämpfen am Kapellsee mit ausgeklügelten Sabotageakten. Doch kurz vor Schluss kommt es zum Abbruch, als der Zeppelin des Grafen abstürzt! Zwar konnte sich Graf Schreckenstein in letzter Sekunde retten, muss nun aber mehrere Wochen im Sanatorium verbringen - und ist finanziell ruiniert. Der Vertreter des Grafen, sein Vetter Kuno, sieht im Verkauf der Burg an den chinesischen Unternehmer Wang die einzige Lösung. Den Jungs dämmert, dass Burg Schreckenstein nach China umgesiedelt werden soll, um Teil eines mittelalterlichen Themenparks zu werden. Doch Diener Jean glaubt an die Rettung von Burg Schreckenstein und will sich auf die Suche nach dem einst vergessenen Schatz im Burghof begeben. Nur Mythos - oder Realität? Die Jungs gehen dem Rätsel auf den Grund...

 

Mountain

Australien 2017, Dokumentarfilm, 74min., o.A.
Regie: Jennifer Peedom
MOUNTAIN ist das beeindruckende Ergebnis der filmischen und musikalischen Zusammenarbeit der gefeierten Regisseurin Jennifer Peedom (SHERPA) mit dem renommierten Australian Chamber Orchestra.
MOUNTAIN wirft einen Blick auf die mit Rückschlägen und Erfolgen gesäte Geschichte unserer zeitlosen Faszination für die Bergwelt. Der Film beleuchtet die unschuldigen Anfänge der Bergerkundung mit all der ihr innewohnenden Freude, dem Nervenkitzel und der Gefahren. Die Bedeutung der Berge als spirituelle Symbole, als Grenzgebiete und Kriegsschauplätze. Aber auch ihre zunehmende Kommerzialisierung, unsere mannigfaltigen Versuche sie zu kontrollieren und ihre zentrale Rolle im Ökosystem unseres Planeten kommen nicht zu kurz.
Jen Peedom hat neben den von ihr kuratierten Aufnahmen selbst neues Material von Bergstämmen in den entlegenen Regionen von Papua-Neuguinea und Japan produziert.
Vom Himalaya bis in die Antarktis, von Hawaii nach Afghanistan bietet MOUNTAIN seinem Publikum eine beispiellos bildgewaltige Kulisse.

 

Gauguin

Frankreich 2017, Spielfilm, 101min., ab 6 Jahre
Regie: Edouard Deluc, mit Vincent Kassel, Pernille Bergendorff, Tuhei Adams
Tahiti, 1891. Der französische Künstler Paul Gauguin verlässt Frau und Kinder und Paris, um in Französisch-Polynesien nach neuer Inspiration, nach einem neuen Lebensstil jenseits der Konventionen der europäischen Gesellschaft und der Kunst zu suchen. Er trifft auf die junge Eingeborene Tehura, die seine Muse und auch Modell seiner bekanntesten Gemälde werden wird, aber er kämpft auch mit Armut und seiner Gesundheit.
Nach Vincent Lindon als "Rodin" ist es nun an Vincent Cassel mit "Gauguin" einen weiteren weltberühmten, französischen Künstler zu verkörpern. Das Biopic, mit dem Edouard Deluc sein Debüt gibt, konzentriert sich auf die späten Jahre in Tahiti, in dem Gauguin seine bekanntesten Werke malte. Üppiges Historienkino über einen Getriebenen Menschen, der seiner Zeit voraus war, vor toller Kulisse und unterlegt mit einem Score von Warren Ellis.



Forget about Nick

Deutschland 2017, Drama/Komödie, 110min., ohne Altersbeschränkung
Regie:Margarethe von Trottar, mit Ingrid Bolso Berdal, Katja Riemann
Der neue Film der renommierten und vielfach preisgekrönten Regisseurin Margarethe von Trotta kommt unter dem Originaltitel ins Kino. Das Drehbuch schrieb die amerikanische Autorin Pam Katz, die auch die Vorlage zu Margarethe von Trottas letztem Kinoerfolg HANNAH ARENDT lieferte. Die unvergleichliche Katja Riemann spielt hinreißend im Duo mit Ingrid Bolsø Berdal eine der beiden weiblichen Hauptrollen. Alle gemeinsam zeigen sich in diesem Film von einer zugleich ernsthaft berührenden wie komischen Seite.
Zum Film: Zwei starke Frauen, zwei unterschiedliche Welten: familienorientiert die eine, karrierefixiert die andere. Frauen, die nur eins gemeinsam haben: den Ex-Ehemann. Vor Jahren schon hat Nick Maria mit zwei Kindern sitzen lassen, jetzt schickt er auch Jade in die Wüste. Als Abschiedsgeschenk, und um die Eheverträge einzuhalten, hat er jedoch jeder Ex die Hälfte eines luxuriösen Lofts in Manhattan überschrieben. Umgehend quartiert sich Maria bei Jade ein, und die beiden verlassenen Frauen starten einen erbitterten Kleinkrieg.
Doch mit der Zeit kommen die Frauen sich näher, finden Verständnis und Mitgefühl füreinander, sie lachen nicht mehr übereinander, sondern miteinander - und müssen feststellen, dass Uneinigkeit manchmal auch einen kann.

 

Eine bretonische Liebe

Frankreich/Belgien 2017, Drama/Komödie, 74.min., ohne Altersbeschränkung
Regie: Carine Tardieu, mit Francois Damien, Cécile de France
Nur durch Zufall erfährt der Witwer Erwan, dass der Mann, den er für seinen Vater gehalten hat, nicht sein biologischer Erzeuger ist. Er begibt sich auf die Suche und findet schnell den spitzbübischen Rentner Joseph. Erwan ist von dessen Art eingenommen, und als er die impulsive Anna kennenlernt, ist es um ihn geschehen. Nur seine schwangere Tochter Juliette wiederholt die Familiengeschichte, weil sie nicht verraten will, wer der Vater ihres Kindes ist.

El Séptimo Sentido - I Am a Dancer. Von der Kunst zu leben
USA 2017, Thriller/Satire, 104min., ab 16 Jahre
Regie: Silke Abendschein
EL SÉPTIMO SENTIDO ist ein Film über Migration im Kunstsektor. Er erzählt die Geschichte dreier Frauen mit verschiedenen Lebensentwürfen und einer gemeinsamen unbändigen Leidenschaft für Tanz.



Drei Zinnen

Deutschland/Italien 2017,Drama, 94min., ohne Angabe
Regie: Ruben Östlung, mit Claes Bang, Elisabeth Moss, Dominic West
Seit zwei Jahren sind Aaron (Alexander Fehling) und seine französische Freundin Lea (Bérénice Bejo) ein Paar. Und da ist Tristan (Arian Montgomery), Leas achtjähriger Sohn, der sowohl bei ihnen als auch bei seinem leiblichen Vater aufwächst. Das Paar plant, mit dem Jungen nach Paris umzuziehen, davor sollen die gemeinsamen Ferien in einer abgelegenen Hütte in den Dolomiten Aaron und Tristan noch näher zusammenbringen und eine neue Familie aus den Dreien machen. Aaron nähert sich dem Jungen liebevoll, doch als er diesen für sich gewinnen kann, wächst Tristans Zerrissenheit zwischen ihm und seinem Vater, der auch im Urlaub durch regelmäßige Anrufe ständig präsent ist. Lea versucht zu schlichten, während Aaron immer weniger in der Lage ist, diesen Konfl ikt in ihrem Beisein auszutragen. Als Aaron und Tristan bei einer hochalpinen Bergtour voneinander getrennt werden und undurchdringlicher Nebel aufzieht, scheint eine Katastrophe unabwendbar ...
Mit Drei Zinnen inszeniert Regisseur und Autor Jan Zabeil ein gefühlvolles Drama, das sich zum packenden Überlebenskampf steigert. Dabei beobachtet er besonders die ambivalenten Emotionen innerhalb einer modernen Familienkonstellation. Auch das herausragende Spiel aller drei Darsteller macht diesen außergewöhnlichen Film zu einem wahren Kinoereignis.



Leaning Into The Wind - Andy Goldsworthy

Deutschland 2017, Dokumentarfilm, 93min., ohne Angabe
Regie: Thomas Riedelsheimer
Goldsworthy ist bekannter geworden, vielleicht nachdenklicher und vielleicht auch älter. Leaning into the Wind folgt ihm bei der Durchdringung seiner vielschichtigen Welten und untersucht die Spuren, die die Zeit bei Künstler und Werk hinterlassen haben. Goldsworthy selbst wird mittlerweile Teil seiner Kunstwerke, die zugleich zerbechrechlicher, persönlicher, ernster und rauer geworden sind und zum Teil den Einsatz von schweren Maschinen und großen Teams erfordern.
Und natürlich ist Goldsworthy wieder der entwaffnend offene und verschmitzte Erzähler, der so faszinierend von der Natur, der Liebe zu einem Bach in seiner Gegend, den leicht vermoosten Bäume an dessen Ufer und vom stetig fließende Wasser zu sprechen vermag, während Riedelsheimer das Universum seines Protagonisten in hinreißende Bilder und Töne fasst.



Coco - Lebendiger als das Leben!

USA 2017, Animation, 105min., ohne Altersbeschränkung 3D oder 2D
Regie: Lee Unkrich, Adrian Molina
Animationsabenteuer um einen jungen Musikus in Mexiko vor dem Hintergrund des Tag der Toten.
Miguel ist zwölf Jahre alt und ein großer Fan von Musik - aber leider hasst seine Schusterfamilie alles, was mit Tönen und Instrumenten zu tun hat. Miguels Urgroßvater verließ damals seine Frau, um Musiker zu werden, seitdem fühlen sich die Riveras durch Musik verflucht. Doch Familie hin oder her - Miguel will seinem Idol, dem Sänger Ernesto de la Cruz (Benjamin Bratt), trotzdem nacheifern. Aus Versehen kommt er dabei ins Reich der Toten und betritt dadurch einen wunderschönen Ort, an dem er die Seelen seiner toten Verwandten trifft. Miguels Urgroßmutter Imelda ist darunter, und das nette Schwindler-Skelett Hector (Gael García Bernal). Zusammen suchen Skelett und Junge im Totenreich nach de la Cruz, wobei allerdings die Zeit drängt: Zu lange darf Miguel nicht in der Unterwelt bleiben..



Ferdinand geht stierisch ab

USA 2017, Animation, ohne Angaben 3D oder 2D
Regie: Carlos Saldanha
Ferdinand erzählt die Geschichte eines riesigen Stiers mit einem großen Herzen. Nachdem man Ferdinand irrtümlich für ein wildes Tier hält, wird er gefangen genommen und von zuhause weggeschafft. Fest entschlossen zu seiner Familie zurückzukehren, trommelt er ein Team von Außenseitern für das ultimative Abenteuer zusammen. Ferdinand beweist bei der in Spanien angesiedelten Geschichte, dass man einen Stier nicht nach seinen Hörnern beurteilen kann.
Von Blue Sky Studios und Carlos Saldanha, der Regisseur von RIO, und inspiriert vom beliebten Buch "Ferdinand der Stier" von Munro Leaf und Robert Lawson, ist FERDINAND eine herzerwärmende, animierte Abenteuerkomödie mit einem Cast voller Stars wie John Cena, Kate McKinnon, Gina Rodriguez, Anthony Anderson und viele weitere.



Simpel

Deutschland 2017, Komödie, 113min., ab 6 Jahren
Regie: Markus Goller, mit Frederick Lau, David Kross
Ben schlägt sich mit irgendwelchen Jobs durch und kümmert sich rührend um seinen Bruder Barnabas, der geistig auf dem Stand eines Kindes ist. Doch als ihre kranke Mutter stirbt, soll Barnabas - Simpel genannt - in ein Heim. Beide wollen das nicht. Und so flüchten sie nach Hamburg, um ihren Vater zu suchen, der dort eine neue Familie gegründet hat und als einziger die Heimunterbringung verhindern könnte. Auf ihrem Weg vom Watt in die Großstadt treffen sie auf Aria und Enzo, die sie mitnehmen. Aria gewährt den beiden fürs erste Asyl.
Bewegendes auch amüsantes Drama um ein ungleiches Brüderpaar, das an "Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa" erinnert und auf dem bereits verfilmten Jugendroman von Marie-Aude Murail basiert. Mit Frederick Lau, David Kross als Titelheld und Emilia Schüle ist es mit drei der derzeit aufregendsten, jungen, deutschen Schauspieler besetzt. Markus Goller, erfolgreich mit "Friendship!", schlägt bei dieser Familien- und Selbstfindungsgeschichte deutlich mehr dramatische als komische Töne an, aber weiterhin mit Blick aufs große Publikum.

 

Aus dem Nichts

D 2017, Drama, 106 Minuten, ab 16 Jahren
Regie: Fatih Akin, mit Diane Kruger, Denis Moschitto
Als Katja die Nachricht erhält, dass ihr Mann und ihr Sohn bei einem Bombenattentat ums Leben gekommen sind, bricht für sie die ganze Welt zusammen. Wie kann so etwas passieren, mitten in Hamburg, mitten am helllichten Tag? Die Polizei vermutet einen Bandenkrieg, immerhin war Katjas Mann Türke und früher selbst in halbseidene Machenschaften verwickelt. Doch für Katja ist klar, dass nur Nazis hinter diesem feigen Anschlag stecken können. Keiner glaubt ihr - bis auf ihren Anwalt und guten Freund Danilo, mit dem sie zusammen die Verfolgung der Verdächtigen aufnimmt und sie auch tatsächlich vor Gericht bringt. Doch im Prozess spürt Katja mehr und mehr, dass das Recht nicht immer auf der Seite der Opfer ist. Und dass kein Urteil ihr eigenes Leid lindern kann. Ein Leid, dass plötzlich und aus dem Nichts in ihr Leben getreten ist. Der neue Film von Fatih Akin zieht den Zuschauer durch seine dichte Erzählweise einer erschütternden und hochaktuellen Geschichte von der ersten Minute an in seinen Bann. Mit Diane Kruger hat Akin darüber hinaus eine Hauptdarstellerin gefunden, die durch ihr ausdrucksvolles Spiel das Maximum an Nähe für Kamera und Publikum zulässt und somit ganz tief in die traumatisierte Seele der Figur blicken lässt. Sowohl die Ohnmacht der Trauer als auch die wütend verzweifelte Entschlossenheit Katjas macht Akin in atmosphärisch aufgeladenen und meisterhaft komponierten Bildern deutlich. Sämtliche Darsteller werden sicher durch eine starke Geschichte geführt, dabei wirken Handlung und die Dialoge in ihrer Authentizität fast schon dokumentarisch und sind damit auch Teil eines wichtigen Beitrags zur hochaktuellen politischen Debatte in Deutschland. Fatih Akins AUS DEM NICHTS ist ein packend und nuanciert erzähltes Drama über Selbstjustiz, Rache und Wut. Ein aufwühlender, mutiger und beeindruckender Film.


Mord im Orient-Express

USA 2017, Spielfilm, 114min., ab 12 Jahren
Regie: Sir Kenneth Branagh, mit Johnny Depp, Michelle Pfeiffer, Willem Dafoe
Neuverfilmung des berühmten Krimis von Agatha Christie, in dem Hercule Poirot einen verzwickten Fall im Zug lösen muss.
Der Orient-Express ist ein Luxus-Zug, der zwischen Istanbul und Calais verkehrt. Als der belgische Privatdetektiv Hercule Poirot in einer dringenden Angelegenheit nach London beordert wird, bucht er dort ein Abteil und ahnt nicht, dass die Arbeit bereits an Bord auf ihn wartet.
Eines Nachts wird nämlich der Amerikaner Mr. Ratchett, der ebenfalls im Orient-Express unterwegs ist, ermordet. Da der Zug zu diesem Zeitpunkt im Schnee stecken bleibt, muss der Mörder sich noch an Bord befinden. Auf Bitten des Eisenbahn-Direktors Monsieur Bouc nimmt Poirot sich des Falles an und lernt im Zuge seiner Ermittlungen die restlichen Reisenden und Verdächtigen kennen: Ratchetts Assistenten Hector MacQueen und seinen Diener Edward Masterman, Doktor Arbuthnot, das Grafenehepaar Andrenyi, den Schaffner Pierre Michel, den kubanischen Verkäufer Marquez, die Adelige Prinzessin Natalia Dragomiroff und deren Bedienstete Hildegarde Schmidt, Professor Gerhard Hardman, die Missionarin Pilar Estravados, die Witwe Mrs. Hubbard und das Kindermädchen Mary Debenham.


La Mélodie - Der Klang von Paris

Frankreich 2017, Drama, 102min., ohne Altersbeschränkung
Regie: Rachid Hami, mit Kad Merad, Samir Guesmi, Alfred Renely
Simon Daoud nimmt eine neue Stelle als Geigenlehrer in der Orchesterklasse von Farid Brahimi an einer Schule in einem sozial benachteiligten Vorort von Paris an. Mit seinen strengen Methoden kommt er bei den Schülern, die musikalisch kaum vorgebildet sind, schlecht an. Immerhin enpuppt sich Arnold als Talent. Simon fördert ihn und versucht bald auch, die anderen auf spielerische Weise für einen Auftritt in der Philharmonie zu begeistern und vorzubereiten.
Warmherziges und sympathisches Drama mit Frankreichs Komödienstar Kad Merad ("Willkommen bei den Sch'tis") in einer ernsten Rolle, der ähnlich wie "Monsieur Mathieu" trotz widriger Umstände mit der Liebe zur Musik den Zusammenhalt und die Entwicklung seiner Klasse fördert. Nachwuchstalent Rachid Hami setzt die Geschichte, die in Venedig und bei der Französischen Filmwoche in Berlin gezeigt wurde, gefühlvoll um.


Lady Macbeth

GB 2016, Drama, 89min., ab 12 Jahren
Regie: William Oldroyd, mit Florence Pugh, Cosmo Jarvis
1859 in der englischen Provinz. Die junge, schöne und lebenslustige Katherine wird zur Hochzeit mit einem deutlich älteren, verbitterten Mann gezwungen. Sie ist unglücklich, gelangweilt. Als ihr Mann zu einer längeren Reise aufbricht, lebt sie auf und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit einem jungen Gutsarbeiter. Als ihr Ehemann zurückkehrt, will sie nicht wieder brave Ehefrau sein und auf ihr Glück verzichten, erst recht nicht, als ihr Mann dahinterkommt, dass sie ihn betrügt. Sie ist zu allem bereit.
Spannender Kostümfilm, der ein leidenschaftliches Drama in der Art von "Stürmische Höhe" mit einem kühlen, kühnen Thriller kreuzt. William Oldroyd Langspielfilmregiedebüt besticht durch seine Atmosphäre ebenso wie durch die herausragende Leistung von Florence Pugh als Titelheldin, die sich mit der ihr von der Gesellschaft zugewiesenen Rolle nicht mehr zufriedengibt. U.a. in Zürich und San Sebastian ausgezeichnet.


Der Mann aus dem Eis

D/I/Ö 2017, Drama, 96min, ab 12 Jahren
Regie: Felix Randau, mit Jürgen Vogel, Franco Nero
Kelab ist der Anführer eines kleinen Klans, der sich an einem Bach in den Bergen niedergelassen hat. Als Kelab von der Jagd zurückkehrt, findet er seine Ansiedlung verwüstet, seine Familie und alle anderen getötet, mit Ausnahme eines Babys, das er mitnimmt auf seinen Rachefeldzug gegen die, die ihm alles genommen haben. Mit dem Baby auf dem Arm durchwandert er Wälder, überquert er Pässe, immer auf der Suche nach den Mördern.
Packender Survival-Actionfilm, das einem "Am Anfang war das Feuer" mindestens ebenso viel schuldet wie "The Revenant - Der Rückkehrer". Denn Authentizität spielt eine ebenso große Rolle wie die Lust an einem rastlosen Actionfilm, wobei die radikalste Entscheidung der Produktion war, die wenigen Dialoge in einer Ursprache nicht zu untertiteln. Felix Randau ("Die Anruferin") kehrt mit "Der Mann aus dem Eis" nach sieben Jahren als Regisseur zurück und hat mit Jürgen Vogel einen aufopferungsvollen Hauptdarsteller gewonnen.

El Séptimo Sentido - I Am a Dancer. Von der Kunst zu leben

USA 2017, Thriller/Satire, 104min., ab 16 Jahre
Regie: Silke Abendschein
EL SÉPTIMO SENTIDO ist ein Film über Migration im Kunstsektor. Er erzählt die Geschichte dreier Frauen mit verschiedenen Lebensentwürfen und einer gemeinsamen unbändigen Leidenschaft für Tanz.


Leaning Into The Woods - Andy Goldsworthy

Deutschland 2017, Dokumentarfilm, 93min., ohne Angabe
Regie: Thomas Riedelsheimer
Goldsworthy ist bekannter geworden, vielleicht nachdenklicher und vielleicht auch älter. Leaning into the Wind folgt ihm bei der Durchdringung seiner vielschichtigen Welten und untersucht die Spuren, die die Zeit bei Künstler und Werk hinterlassen haben. Goldsworthy selbst wird mittlerweile Teil seiner Kunstwerke, die zugleich zerbechrechlicher, persönlicher, ernster und rauer geworden sind und zum Teil den Einsatz von schweren Maschinen und großen Teams erfordern.
Und natürlich ist Goldsworthy wieder der entwaffnend offene und verschmitzte Erzähler, der so faszinierend von der Natur, der Liebe zu einem Bach in seiner Gegend, den leicht vermoosten Bäume an dessen Ufer und vom stetig fließende Wasser zu sprechen vermag, während Riedelsheimer das Universum seines Protagonisten in hinreißende Bilder und Töne fasst.


Flitzer - Manchmal muss man mutig sein

CH 2017, Komödie, 98 Minuten, ohne Altersbeschränkung
Regie: Peter Luisi, mit Beat Schlatter, Doro Müggler
Der alleinerziehende Deutschlehrer Balz ist ein Loser und verspielt auch noch das Geld für den Schulsportplatz. Um es zurück zu bekommen, kommen er und sein Friseur-Kumpel auf die Schnapsidee als Flitzer bei Sportwetten groß ab zu sahnen. Dann verliebt sich Balz auch noch in die Polizistin, die auf ihn und seine Truppe angesetzt ist.
Sympathische, verschmitzte Komödie, die sich lose an Gottfried Kellers Erzählung "Kleider machen Leute" orientiert, von Regisseur Peter Luisi und Beat Schlatter, der am Drehbuch mitwirkte und die Hauptrolle spielt. Schweizer Spaß, in dem Flitzen zum Geschäftsmodell wird.


Oper. L' opéra de Paris

F/CH 2017, Dokumentarfilm, 106 Minuten, ohne Altersbeschränkung
Regie: Jean-Stéphane Bron
Herbst 2015. An der Pariser Oper gibt Stéphane Lissner seiner ersten Pressekonferenz als Direktor den letzten Schliff. Hinter der Bühne bereiten sich Künstler und Techniker auf die Eröffnung der neuen Saison mit Schönbergs "Moses und Aaron" vor.
Aber die Ankündigung eines Streiks und die Ankunft eines Stiers als Nebendarsteller sorgen für Unruhe. Gleichzeitig tritt ein vielversprechender junger Sänger aus Russland an der Akademie der Oper an. In den Korridoren der Bastille-Oper kreuzt sich sein Weg schicksalhaft mit dem von Bryn Terfel, einer der größten Stimmen unserer Zeit.
Im Lauf der Saison kommen immer mehr Figuren hinzu und führen die menschliche Komödie im Stil einer dokumentarischen Oper auf. Vom klassischen Ballett bis zum Musiktheater setzt OPER - L'OPÉRA DE PARIS die menschlichen Leidenschaften abwechselnd ironisch, heiter und ernst in Szene und gibt Stücke aus dem Leben hinter den Kulissen einer der berühmtesten Bühnen der Welt zum Besten.


Die Flügel der Menschen

Kirgisien, Niederlande u.a. 2017, Drama, 90 Minuten, ab 6 Jahre
Regie: Aktan Abdykalykow, mit Nuraly Tursunkojoew, Zarema Asanalieva
Gesellschaftskritisches Drama mit märchenhaften und leicht ironischen Zügen, das auf den Verfall der traditionellen kirgisischen Kultur aufmerksam macht. Aktan Arym Kubat ("Der Dieb des Lichts") setzt es in prächtigen Bildern in Szene und wurde dafür bei der Berlinale ausgezeichnet. Er spielt auch die Hauptrolle des Pferdediebs.


Zeit für Stille

USA/Belgien u.a. 2015, Dokumentarfilm, 81min., ohne Altersbeschränkung
Regie: Patrick Shen
Zeit für Stille erforscht auf meditative Weise unsere Beziehung zu Stille, Geräuschen und dem Einfluss von Lärm auf unser Leben.
Nach einer Hommage an John Cages bahnbrechende Komposition 4'33 nimmt uns dieser Film mit auf eine faszinierende filmische Reise um die Welt: Von einer traditionellen Teezeremonie in Kyoto auf die Straßen der lautesten Stadt der Welt, Mumbai, während der wilden Festzeit. Der Film regt dazu an, Stille zu erfahren und die Wunder unserer Welt wahrzunehmen.


The Greatest Showman On Earth

USA 2017, Drama/Musical, 105 Minuten, o.A.
Regie: Michael Gracey, mit Hugh Jackman, Zac Afron
The Greatest Showman On Earth ist ein kühnes, mitreißendes Musical, das die Geburt des Showbusiness feiert und das wunderbare Staunen, das uns erfüllt, wenn Träume wahr werden. Inspiriert von P.T. Barnums Ambition und Phantasie erzählt GREATEST SHOWMAN die Geschichte eines Visionärs, der aus dem Nichts kam und ein faszinierendes Spektakel erschuf, das zu einer weltweiten Sensation wurde. Regie Neuentdeckung Michael Gracey hat seinen Film GREATEST SHOWMAN mit Herz, Talent und großem Können inszeniert, die Songs stammen von den Oscar-Preisträgern Benji Pasek und Justin Paul (LA LA LAND).
Oscar-Nominee Hugh Jackman spielt die Hauptrolle des P.T. Barnum. An seiner Seite brillieren die vierfache Oscar[r]-Kandidatin Michelle Williams, Zendaya, Zac Efron und Rebecca Ferguson.


Wonder Wheel

USA 2017, Drama, 101 Minuten, o.A.
Regie: Woody Allen, mit Kate Winslet, Juno Temple
Die 1950er Jahre im Vergnügungspark Coney Island: Ex-Schauspielerin Ginny jobbt in einem Imbiss und ist auch in der Beziehung zu ihrem zweiten Mann Humpty, der das Karussell betreibt, unglücklich. Die verhärmte Frau blüht auf, als der attraktive Rettungsschwimmer Mickey, der von einer Karriere als Bühnenautor träumt, mit ihr flirtet. Doch da steht plötzlich eine junge Frau, die um Hilfe bittet, vor ihr. Es ist Humptys entfremdete Tochter, die sich vor der Bande ihres Gangstermannes, verstecken muss. Und Mickey wirft ein Auge auf die jüngere Frau.
Das New Yorker Filmemacher-Urgestein Woody Allen meldet sich mit einem ernsten, nostalgisch angehauchten Drama zurück, in dem Justin Timberlake die Erzählerrolle übernimmt und im starken Ensemble insbesondere Kate Winslet eine tolle Vorstellung abliefert. Kameraaltmeister Vittorio Storare liefert die 50erJahre-Bilder für den Amazon-Studios-Film.


Wir töten Stella

Ö 2017, Drama, 90 Minuten, o.A.
Regie: Julian Roman Pölsler, mit Matthias Brandt, Martina Gedeck
Stella, unerfahren und jung, geht ahnungslos ihrem Untergang entgegen. Richard verführt sie, seine Frau Anna beobachtet die Affäre mit kühlem Blick. Stella wird das Opfer einer kaputten, bürgerlichen Familienidylle, die mit allen Mitteln aufrechterhalten werden muss. Annas Niederschrift der eigenen Mitschuld ist die beklemmende Bestandsaufnahme einer einsamen Heldin, Ehefrau und Mutter.
Eine Familie. Eine Affäre. Eine junge Frau stirbt. Die mitschuldige Ehefrau wird gnadenlose Chronistin ihres Untergangs. Julian Roman Pölsler (DIE WAND) verfilmt mit WIR TÖTEN STELLA das 'prequel' zu DIE WAND und erneut einen Stoff der großen österreichischen Schriftstellerin Marlen Haushofer. In den Hauptrollen spielen Martina Gedeck, Matthias Brandt und Mala Emde.


Detroit

USA 2017, Drama, 144 Minuten, ab 12 Jahre
Regie: Kathryn Bygelow, mit John Boyega, Will Poulter
DETROIT, der neue Coup der Oscar[r]-Preisträgerin Kathryn Bigelow, erzählt die wahre Geschichte einer Nacht, in der die durch eine Polizeirazzia ausgelösten Bürgerrechtsaufstände in Detroit, Ende der 1960er Jahre, als eine der bedrohlichsten Ausschreitungen ihrer Art in die US-Geschichte eingingen.
Der Sommer 1967 ist ein ausschlaggebender Moment in der modernen amerikanischen Geschichte, als das Land von wachsenden politischen und sozialen Unruhen heimgesucht wird. Die Eskalation des Vietnam Kriegs sowie jahrzehntelange Ungleichheit und Unterdrückung fordern ihren Tribut. Die Unzufriedenheit und kochende Wut finden schließlich ihren Höhepunkt in den Großstädten, wo die afroamerikanische Gemeinschaft seit jeher mit systematischer Diskriminierung sowie hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat. Kathryn Bigelows neustes Werk fokussiert sich auf die schreckenerregenden Ereignisse eines Abends während der Bürgerrechtsaufstände in Detroit: Als zwei Tage nach Beginn der Rebellionen auf der Anlage eines Motels Pistolenschüsse gemeldet werden, rückt die Polizei mit einem Großaufgebot an. Statt sachlich zu ermitteln, kommt es zu einer von Vorurteilen und Gewalt geprägten Razzia. Die anwesenden Motelgäste müssen sich einem gefährlichen Verhör unterziehen - in Isolation sollen sie durch Einschüchterung zum Geständnis gedrängt werden. Das lebensbedrohliche Machtspiel eskaliert und bringt schwerwiegende Folgen mit sich...



Hannah - Ein buddhistischer Weg zur Freiheit

GB/SP u.a. 2017, Dokumentarfilm, 94 Minuten, ab 12 Jahre
Regie: Adam Penny, Marta György-Kessler
Alles beginnt mit einer großen Liebe in den 60er-Jahren: Hannah und ihr Mann Ole Nydahl fühlen sich eng verbunden in ihrer Sehnsucht nach geistiger Freiheit, in der Suche nach etwas 'Besserem'. 1968 folgen sie frisch verheiratet dem Hippie Trail von Kopenhagen nach Kathmandu. Nepals Hauptstadt zieht in dieser Zeit magisch Rucksacktouristen aus ganz Europa an, die auf der Suche nach spiritueller Erfahrung oder zumindest nach dem Rausch von Drogen und freier Liebe sind. Aber für Hannah und Ole wird diese Reise wesentlich mehr als ein Hippie-Abenteuer. Sie begegnen dort jenem Mann, der ihr Leben für immer verändern sollte, dem 16. Karmapa, geistiges Oberhaupt der Karma-Kagyü-Linie des tibetischen Buddhismus, auch ,König der Yogis' genannt.
Die Nydahls werden die ersten westlichen Schüler des Karmapa und machen fortan die weltweite Verbreitung der buddhistischen Lehren zu ihrem gemeinsamen Lebensprojekt. In den nächsten 35 Jahren sind sie unermüdlich auf den Straßen zwischen den Kontinenten unterwegs und eröffnen bis zu Hannahs frühem Krebstod 2007 weltweit hunderte buddhistische Zentren.
Das preisgekrönte Filmporträt "Hannah - Ein buddhistischer Weg zur Freiheit" erzählt, wie die Dänin Hannah Nydahl in den wilden 60er-Jahren vom Hippie zur bedeutendsten Pionierin des Buddhismus im Westen wurde. Erstmals setzt ein Dokumentarfilm dieser außergewöhnlichen Frau, die auch liebevoll ,Mutter des Buddhismus' genannt wird, ein eindrucksvolles Denkmal.


The Killing Of A Sacred Deer

IR/GB 2017, Spielfilm, 121 Minuten, ab 6 Jahren
Regie: Yorgos Lanthimos, mit Colin Farrell, Nicole Kidman
Im psychologischen Thriller The Killing of a Sacred Deer holen sich Colin Farrell und Nicole Kidman einen immer unheimlicher werdenden Teenager ins Haus - mit katastrophalen Folgen. Steven Murphy (Colin Farrell) arbeitet als angesehener Herz-Chirurg und führt gemeinsam mit seiner Frau Anna (Nicole Kidman), einer Augenärztin, ein Leben in Wohlstand. Gemeinsam haben sie zwei Kinder: die 14-jährige Kim (Raffey Cassidy) und den 12-jährigen Bob (Sunny Suljic). Mit Martin (Barry Keoghan) lernt Steven jedoch in seiner Funktion als Arzt einen 16-jährigen Jugendlichen aus sozial schwachen Verhältnissen kennen, nimmt ihn unter seine Fittiche und stellt ihn schließlich seiner Familie vor. Martin übt allerdings einen negativen Einfluss auf das Leben des Mediziners aus und je mehr er den Jungen und dessen alleinerziehende Mutter (Alicia Silverstone) an sich heranlässt, desto chaotischer wird sein eigenes Leben, bis er schließlich eine gravierende Entscheidung treffen muss, die ein undenkbares Opfer von ihm verlangt, wenn er nicht alles verlieren will.